Treedom und die Liebe zum Kakao

Jun 20, 2018 | geschrieben von:

Der Kakaobaum kommt ursprünglich aus dem tropischen Regenwald im Amazonasgebiet und wird heute auf unterschiedlichen Kontinenten angebaut. Ghana und die Elfenbeinküste gehören zu den wohl größten Kakaoproduzenten weltweit und von dort stammt mehr als 50 Prozent des weltweit konsumierten Kakaos. Dabei handelt es sich häufig um Intensivkulturen, ein Pflanzenanbau, der sich insbesondere durch hohen Maschinen-, Arbeits-, sowie Düngemittel- und Pflanzenschutzmitteleinsatz kennzeichnet. Oft handelt es sich zur langfristigen Erzielung der Maximalerträge dabei um sogenannte Monokulturen. Intensivkulturen führen dabei oft zu erhöhten Gefahren für die Bodenfruchtbarkeit und die umliegenden Gewässergüte. Aufgrund des Klimawandels, der Ausbreitung solcher Intensivkulturen und der steigenden Nachfrage ist der ökologisch-sinnvolle Anbau von Kakao immer mehr gefährdet. 


Haiti ist eine Nation, die am meisten unter dem Verlust einer erträglichen Kakaoproduktion zu leiden hat. Mehr als zwei Drittel der haitianischen Bevölkerung sind Kleinbauern, deren Produktionsziel weitergehend die Selbstversorgung zur Sicherstellung des Lebensunterhalts der eigenen Familie und/oder einer kleinen Gemeinschaft ist. Allerdings wurde das Land zur Generierung von Holzkohle zu großen Teilen entwaldet, weswegen es im hügeligen Hinterland bei starken Regenfällen regelmäßig zu Erdrutschen kommt. Der Verlust von produktivem Ackerland und die Bodenerosion stellen für die Bewohner des Landes eine ständige Herausforderung dar. Es wird geschätzt, dass ca. 50% des haitianischen Oberflächensubstrats bereits abgetragen wurden und sich die für die Landwirtschaft nutzbaren Flächen stark verringert haben, was wiederum zu hohen Ernteverlusten führt. Die Kakaopflanze spielt hierbei eine essentielle Rolle. Seit 2012 fördert Treedom die Pflanzung von Kakao auf der Insel, mit dem Hauptziel, die Bodenerosion und die hydrogeologischen Zerrüttung zu reduzieren. Außerdem soll die Produktivität in den ländlichen Gebieten Haitis gesteigert werden, um so eine weitere Einnahmequelle als Alternative zur illegalen Abholzung und dem illegalen Verkauf von Holz zu schaffen. In Zusammenarbeit mit der AVSI Stiftung und das Ministerium für Umwelt, hat Treedom ein Aufforstungsprojekt zum Bodenschutz eingeleitet, vor allen in den Gebieten, die auf Agroforstwirtschaft ausgerichtet sind. Bis dato wurden fast 100.000 Bäume gepflanzt und mehr als 6000 Kleinbauern involviert. Dabei handelt es sich um eine Gesamtfläche von ca. 100 Hektar. 


Ein weiteres betroffenes Land ist Kamerun, das nach Nigeria auf Platz fünf der größten Kakaoproduzenten der Welt liegt. In den vergangenen Jahren haben kameruanische Waldgebiete aufgrund des Klimawandels und der steigenden Temperaturen jedoch einen Teil ihrer Artenvielfalt und Waldbedeckung verloren. Dazu gehört unter anderem das Wildtierreservat DIA, ein Naturschutzgebiet in Kamerun, das seit 1981 Biosphärenreservat und seit 1987 UNESCO-Weltnaturerbe ist. Es gibt 23 an das Reservat angrenzende Dörfer, die zusammen mit Treedom an dem Aufforstungsprojekt beteiligt sind. Hierbei steht die Pflanzung von Kakaobäumen im Mittelpunkt. Auf diese Weise möchte Treedom die Ernährungssicherheit für die Landbevölkerung garantieren, die örtlichen Ressourcen für eine effiziente und ökologisch-sinnvolle Landwirtschaft stärken und letztlich auch zusätzliche Einnahmequellen schaffen. Dank der Produktion und Bepflanzung von einheimischen Baumsorten in gemischten Agroforstsystemen wird eine bessere Anpassungsfähigkeit von Kakao an die sich ständig ändernden klimatischen Bedingungen gewährleistet. 



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