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title: "CasaVerde | Monstera deliciosa: So gelingt die Pflege zu Hause"
description: Erfahren Sie, wie Sie die Monstera deliciosa richtig pflegen, um ihre beeindruckenden Blätter und gesundes Wachstum zu fördern. Tipps zu Licht, Wasser und Luftfeuchtigkeit.
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# [CasaVerde | Monstera deliciosa: So gelingt die Pflege zu Hause](https://blog.treedom.net/de/it/casaverde-monstera-deliciosa-come-coltivarla-in-casa)

 Geschrieben von [Tommaso Ciuffoletti](https://blog.treedom.net/de/author/tommaso-ciuffoletti) | 29.09.2026, 09:53:19

Nur wenige Pflanzen sind auf den ersten Blick so unverwechselbar wie die **Monstera deliciosa**. Ihre großen grünen Blätter mit den charakteristischen Einschnitten und Löchern sind fast zu einem Symbol für Zimmerpflanzen geworden. Und auch ihr Name verrät bei genauerem Hinsehen bereits etwas über ihr ungewöhnliches Erscheinungsbild.

*Monstera* leitet sich vom lateinischen *monstrum* ab, also „Wunder“, „Ungeheuer“ oder „etwas Außergewöhnliches“. Wahrscheinlich bezieht sich der Name auf die ungewöhnliche Größe und Form, die die Pflanze erreichen kann. *Deliciosa* hat dagegen einen deutlich appetitlicheren Ursprung: Der Name verweist auf die Frucht, die vollständig ausgereift essbar ist. In der Natur bildet die Monstera einen länglichen Fruchtstand mit einem Geschmack, der als ähnlich wie Banane und Ananas beschrieben wird. Unreife Früchte enthalten allerdings Calciumoxalat-Kristalle und können Reizungen verursachen.

Die *Monstera deliciosa* stammt aus den tropischen Wäldern Mittelamerikas, wo sie als **Kletterpflanze** wächst. Sie klettert an Bäumen empor, um mehr Licht zu erreichen, und bildet Luftwurzeln, mit denen sie sich festhält und Feuchtigkeit aufnehmen kann. Dieses natürliche Wachstum verrät uns bereits einiges darüber, wie wir sie zu Hause pflegen sollten.

## Das Wichtigste zuerst: Wie viel Licht bekommt die Pflanze?

Die Monstera liebt **viel helles, indirektes Licht**. Ein Platz in der Nähe eines hellen Fensters ist in der Regel ideal. Starke direkte Mittagssonne kann dagegen die Blätter schädigen, insbesondere wenn die Pflanze nicht daran gewöhnt ist.

In einem wenig beleuchteten Raum verlangsamt sich das Wachstum. Außerdem können die neuen Blätter kleiner bleiben und weniger Fenestrierungen ausbilden. Wenn möglich, sollte man deshalb zuerst den Standort und erst danach den Topf auswählen: Eine schöne Monstera in einer dunklen Ecke wird wahrscheinlich mehr Probleme machen als eine Pflanze an einem weniger spektakulären, dafür geeigneteren Platz.

Eine bestimmte Anzahl von Lichtstunden lässt sich nicht für jede Wohnung angeben, denn Ausrichtung, Jahreszeit, Abstand zum Fenster, Vorhänge und andere Hindernisse verändern die Lichtverhältnisse. Die Pflanze selbst kann uns jedoch Hinweise geben: Sehr langsames Wachstum und zunehmend kleinere neue Blätter können darauf hindeuten, dass ihr nicht genügend Licht zur Verfügung steht.

## Wasser: Lieber kontrollieren als nach Kalender gießen

Die Monstera sollte nicht nach einem festen Zeitplan gegossen werden. Wie häufig sie Wasser braucht, hängt von Jahreszeit, Licht, Temperatur, Topfgröße und Substrat ab.

Kontrollieren Sie vor dem Gießen die Erde mit dem Finger: Die oberen Zentimeter sollten trocken sein. Wenn es Zeit zum Gießen ist, geben Sie reichlich Wasser, bis es aus den Abzugslöchern am Topfboden herausläuft. Anschließend sollte überschüssiges Wasser aus dem Untersetzer entfernt werden.

Das häufigste Problem ist zu viel Wasser. Dauerhaft nasse Erde enthält wenig Sauerstoff für die Wurzeln und kann Wurzelfäule begünstigen. Im Winter, wenn die Pflanze weniger Licht bekommt und langsamer wächst, benötigt sie normalerweise auch weniger Wasser.

Gelbe Blätter in Verbindung mit Erde, die über viele Tage feucht bleibt, können auf zu viel Wasser hindeuten. Hängende Blätter und gleichzeitig vollständig trockene Erde können dagegen ein Zeichen für Wassermangel sein.

## Die Luftfeuchtigkeit spielt eine Rolle

Wir vergessen leicht, dass eine tropische Pflanze nicht nur von dem Wasser lebt, das wir in ihren Topf geben. Die Monstera stammt aus feuchten Lebensräumen und kann Probleme bekommen, wenn die Luft in der Wohnung sehr trocken wird – vor allem im Winter, wenn die Heizung die relative Luftfeuchtigkeit senkt.

Ob das in Ihrer Wohnung tatsächlich ein Problem ist, müssen Sie nicht nach Gefühl beurteilen: Ein **Hygrometer**, also ein kleines digitales Messgerät, zeigt die relative Luftfeuchtigkeit in Prozent an und misst häufig auch die Temperatur. Es ist günstig und hilft dabei festzustellen, ob die Luft tatsächlich zu trocken ist oder ob wir gerade versuchen, ein Problem zu lösen, das gar nicht vorhanden ist.

Für eine Monstera ist eine relative Luftfeuchtigkeit von etwa **50–60 % oder mehr** sinnvoll, ohne diesen Wert als starre Grenze zu betrachten. Die Pflanze kann sich auch an weniger feuchte Bedingungen anpassen, insbesondere wenn die übrigen Kulturbedingungen stimmen. Sehr trockene Luft über einen längeren Zeitraum kann jedoch braune Blattspitzen und Blattränder begünstigen.

Einige Räume der Wohnung haben dabei einen natürlichen Vorteil. **Ein Badezimmer** ist, sofern es hell genug ist, durch den Wasserdampf beim Duschen und durch heißes Wasser häufig feuchter als der Rest der Wohnung. Es kann deshalb ein guter Standort für eine Monstera sein – vorausgesetzt, sie bekommt ausreichend Licht und der Raum wird regelmäßig gelüftet.

Wenn die Luftfeuchtigkeit tatsächlich zu niedrig ist, können Sie die Pflanze in einen feuchteren Raum stellen, mehrere Pflanzen gruppieren oder einen Luftbefeuchter verwenden. Auch eine Schale mit Blähton und Wasser kann ein etwas feuchteres Mikroklima schaffen, solange der Topfboden nicht im Wasser steht. Das Besprühen der Blätter wirkt dagegen vor allem kurzfristig und ist keine zuverlässige Methode, um die Luftfeuchtigkeit im gesamten Raum zu erhöhen.

## Temperatur und Luftbewegung: Auch das gehört zum Standort

Normale Raumtemperaturen sind für eine Monstera in der Regel geeignet. Längere Kälteperioden und starke Temperaturschwankungen sollten dagegen vermieden werden.

Besondere Vorsicht ist bei einem Standort in der Nähe von **Heizkörpern** geboten: Die direkte Wärme kann die Luft stark austrocknen und die Blätter belasten. Auch ein Fenster, das im Winter häufig geöffnet wird, kann die Pflanze kalten Zugluft aussetzen.

Luftfeuchtigkeit, Temperatur und Luftzirkulation sollten gemeinsam betrachtet werden. Eine feuchte Umgebung ist nicht automatisch gesund, wenn die Luft völlig stillsteht. Deshalb sollte nach Möglichkeit für einen gewissen Luftaustausch gesorgt werden, ohne die Pflanze kalter Zugluft auszusetzen.

## Erde und Topf

Das Substrat sollte **nährstoffreich, gut drainiert und ausreichend luftig** sein. Eine gute Blumenerde für Zimmerpflanzen kann funktionieren, sofern sie nicht zu stark verdichtet und überschüssiges Wasser gut abfließen lässt.

Der Topf muss über Abzugslöcher verfügen. Wenn die Wurzeln einen großen Teil des Topfes ausgefüllt haben oder aus den Löchern am Boden herauswachsen, kann die Pflanze in einen nur etwas größeren Topf umgetopft werden. Ein viel zu großer Topf ist dagegen nicht hilfreich: Er speichert mehr Wasser und macht es schwieriger, die Bewässerung richtig zu steuern.

Mit zunehmendem Wachstum kann außerdem eine **Rankhilfe** sehr nützlich sein. Die Monstera ist eine Kletterpflanze und sucht von Natur aus nach einer Stütze. Ein stabiler Pfahl hilft dabei, das Wachstum nach oben zu lenken und der Pflanze eine strukturiertere Form zu geben.

## Warum haben die Blätter Löcher?

Die Öffnungen in den Monstera-Blättern werden **Fenestrationen** genannt und gehören zu den faszinierendsten Merkmalen der Pflanze. Sie entstehen vor allem an ausgewachsenen Blättern: Eine junge Monstera kann daher zunächst vollständig geschlossene Blätter entwickeln, ohne dass etwas falsch läuft.

Warum sich diese Eigenschaft evolutionär entwickelt hat, ist allerdings noch nicht abschließend geklärt. Eine Hypothese besagt, dass die Öffnungen dabei helfen könnten, das Wasser tropischer Starkregen besser zu verteilen. Eine Studie an *Monstera deliciosa* hat beobachtet, dass fenestrierte Blätter mehr Wasser auffangen und in Richtung der Wurzeln leiten können.

Eine weitere, etwas ungewöhnlichere Hypothese lautet, dass die Löcher bereits vorhandene Fraßschäden von Pflanzenfressern imitieren und die Blätter dadurch für weitere Fraßfeinde weniger attraktiv machen könnten. Experimente konnten diese Erklärung jedoch nicht bestätigen: Einige Pflanzenfresser fraßen sogar mehr Gewebe an fenestrierten Blättern.

Wir wissen also, dass die Fenestrationen eine Anpassungsfunktion haben, **ihre genaue Funktion wird aber weiterhin erforscht**. Zu Hause können sie uns hingegen als guter Hinweis auf die Reife der Pflanze dienen: Wenn eine junge Monstera zunächst Blätter ohne Löcher bildet, bedeutet das nicht, dass bei der Pflege etwas falsch läuft.

## Und was ist mit den herauswachsenden Wurzeln?

Das sind **Luftwurzeln** und völlig normal. In der Natur helfen sie der Pflanze dabei, sich an Bäumen festzuhalten, und können auch zur Aufnahme von Wasser und Feuchtigkeit beitragen.

Sie müssen nicht entfernt werden, wenn sie erscheinen. Man kann sie wachsen lassen, zu einer Rankhilfe führen oder – wenn es sich anbietet – in Richtung Substrat leiten. Sie nur abzuschneiden, weil sie „unschön“ aussehen, bringt der Pflanze keinen Vorteil.

## Wie lässt sich die Monstera vermehren?

 

Die Monstera gehört außerdem zu den interessantesten Zimmerpflanzen für alle, die einmal selbst eine Pflanze vermehren möchten.

Die einfachste Methode ist, ein Stück des Sprosses zu schneiden, das mindestens einen **Knoten** (Node) enthält – also die Stelle, an der sich Wurzeln und neue Triebe entwickeln können. Der Steckling kann entweder im Wasser oder direkt in einem geeigneten Substrat bewurzelt werden.

Ein abgeschnittenes Blatt mit Blattstiel, aber ohne Knoten, kann zwar lange grün bleiben, **es kann jedoch keine neue Pflanze hervorbringen**. Das ist einer der häufigsten Fehler bei der Vermehrung einer Monstera.

## Ist die Monstera für Ihre Wohnung geeignet?

Bevor Sie eine kaufen, machen Sie einen kleinen Check: Haben Sie einen hellen Standort? Können Sie starke direkte Mittagssonne vermeiden? Ist die Luft im Raum sehr trocken? Haben Sie ein Hygrometer, mit dem Sie das überprüfen können? Kann überschüssiges Wasser aus dem Topf gut abfließen? Gibt es genügend Platz, damit die Pflanze nach oben wachsen kann?

Wenn die Antwort auf diese Fragen ja lautet, kann *Monstera deliciosa* zu einer langlebigen Begleiterin in Ihrem Zuhause werden. Und vielleicht ist das eine der wichtigsten Erkenntnisse bei der Pflege von Zimmerpflanzen: **Pflanzenpflege lässt sich nicht vom Umfeld trennen, in dem eine Pflanze lebt**. Licht, Wasser, Luftfeuchtigkeit, Temperatur, Luftzirkulation, Topf und Platz gehören alle zur selben Geschichte.

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